Freitag, 18. Mai 2012

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Soul-Man Stockert bei Mo’Roots – eine Kritik

Guten Tag!

Ladenburg, 02. Juni 2010. Soul-Party im Fody’s Fährhaus. Special Guest: Christian Stockert. Special Guest: Eden Noel. Special Guest: Isaac. Mo’Roots war gestern sehr “special” – aber wie immer gut.

Von Hardy Prothmann

Er fehlte. Definitiv. Jason Wright hat sich bei einem Unfall verletzt und konnte gestern im Fody’s bei Mo’Roots nicht mit dabei sein.

Als Ersatzmann ist Eden Noel am Piano eingesprungen. Sympathischer Typ – er hat seine Sache gut gemacht. Er war groovy, aber es fehlte die Show, die Wright praktisch immer im Handgepäck dabei hat.

Soul-Man Christian Stockert: Tolle Stimme. Bild: ladenburgblog

Vor allem aber die linke Hand von Wright – die spielt die Baseline. Das, was im Bauch ankommt.

Special Guest Christian Stockert ist ein großartiger Soul-Sänger. Ein sympathischer Typ, der gute Laune ausstrahlt.

Dem Publikum hat sein Auftritt gut gefallen. An seinen Interpretationen gibt es nichts zu mäkeln. Er singt toll, aber er war zu zurückhaltend und hat seinen Special Guest-Status nicht ausgespielt.

Ganz anders Isaac, der im Mannheimer Lindbergh eine feste Größe ist. Obwohl er nur als Zufallsgast für ein paar Songs auf der Bühne war, hat er sich die sofort unter den Nagel gerissen. Frech, sympathisch, routiniert. Die Gäste gingen sofort mit.

Überhaupt die Gäste: Das Fody’s hat mit Mo’Roots der Bandleaderin Susan Horn in Ladenburg jeden ersten Dienstag im Monat eine tolle Veranstaltung im Programm. Deswegen sind viele Gäste auch Stammpublikum. Sie lieben die lockere Atmosphäre, sie lieben Musik, sie lieben Soul und sie sind gespannt darauf, was passiert. Wie die Session läuft. Die neuen Gäste gehen mit, lassen sich ein, fühlen sich zuhause.

In der Kernband spielen Profis, die sich gut verstehen, eine Basis bilden, auf der die Gäste sich dann vorstellen können.

Susan Horn hat mehrere gute Eigenschaften: Sie sieht gut aus, als Schauspielerin hat sie Bühnenpräsenz, sie singt ganz fantastisch und sie kann führen – deswegen ist sie auch Bandleaderin.

Aber: Gestern hat sie aber einen Fehler gemacht. Statt ihren Special-Guest Christian Stockert zu featuren, hat sie mit Isaac noch einen Special Guest auf die Bühne gebracht.

Das hat sich gestochen.

Die Musik war klasse, aber es fehlte der entscheidende Funke.

Trotzdem: Mo’Roots ist ein tolles Konzept, es ist live und nur bedingt berechenbar. Und es geht um eine gute Sache. Gut 200 Gäste haben drei Euro Eintritt gezahlt, die an das Kinderhospiz Sterntaler in Mannheim gehen.

Wer wissen will, was ihn bei Mo’Roots erwartet, findet dazu bei youtube jede Menge Videos im Netz.

Soviel ist sicher: Es lohnt sich. Klasse Musik, nette Menschen und eine tolle Stimmung.

Kommentare

  1. Susan Horn meint:

    Lieber Hardy,
    Danke für Berichterstattung und Kritik.
    Wie komme ich an Deine Bilder ran ??
    Zum Thema: Wann immer sich Musiker oder Sänger im Publikum befinden, die nicht angekündigt waren, bitte ich sie selbstverständlich auf die Bühne – Ehrensache und zudem dumm, wer das nicht tun würde – frei nach dem Motto: Warum auf diese Option verzichten, die dem Publikum noch mehr Abwechslung bietet, den unangekündigten Gast featured und dem Publikum vorstellt (evtl. auch für eine Folgeveranstaltung) und eine neue (Klang-)Farbe in den Abend bringt…??!!!!!
    Bei anderen Mo`Roots Veranstaltung gaben sich breits derart viele ungeplante Musiker und Sänger die Mikros und Instrumente in die Hand, dass selbst ich fast den Überblick verlor….der Veranstaltung hat es nicht geschadet..im Gegenteil.
    Danke an Eden Noel ! Zuverlässig und unkompliziert eingesprungen und somit die Veranstaltung gerettet…..einen Jason Wright zu ersetzen ist eine Herausforderung, Dank dem, der sie angenommen und nicht den Schwanz eingezogen hat ! Liebe Grüße, Susan

    • Dasladenburgblog meint:

      Guten Tag!

      Liebe Susan,
      danke für Deinen Kommentar.
      Mo’Roots ist eine tolle Show, bietet eine gelungene Abwechslung und vor allem viel Spannung.

      Ich war jetzt das zweite Mal dabei – einerseits als Gast und Musikfreund, andererseits als Journalist und Musikkritiker.

      Mein Kommentar hat eins klar gemacht: Mo’Roots ist eine absolute Empfehlung. Klasse Konzept, gute Stimmung, schöne Location. Toll, dass es Mo’Roots gibt.

      Wenn ich einen Kommentar schreibe, bin ich immer gut vorbereitet. Ich habe viel recherchiert, beispielsweise über die Musiker, habe mir jede Menge Videos über andere Mo’Roots-Veranstaltungen angeschaut… Und ich kenne viele Leute aus der Szene. Und ich habe Augen, Ohren und ein Gefühl.

      Der Kommentar sagt das aus: Special, special, special – Es war ein toller Abend mit großartiger Musik – aber eben sehr speziell, weil es einen Special Guest gab, dann noch einer auftauchte, gleichzeitig aber mit dem unkomplizierten Eden eine “Spezial-Lösung” gesucht und gefunden wurde, da Jason unfallbedingt ausgefallen war.

      Insgesamt also viel “special”. Manchmal ist viel gut, manchmal weniger mehr. Soweit mein Kommentar.

      Meine Kritik beschreibt, was ich beobachtet und wahrgenommen habe – die LeserInnen können sich dem anschließen, es teilen oder dagegen sein. Jede Position hat ihr Für und Wider.

      Klasse finde ich, dass Du mit Kritik umgehen kannst. Du nimmst sie an und nimmst einen eigenen Standpunkt ein. Gut so.

      Nichts anderes mache ich.

      Ich freue mich aufs nächste Mo’Roots und bin selbstverständlich dabei.

      “Leider” fällt das im Juli aus – denn Ladenburg sucht den Superstar. Darauf bin ich sehr gespannt… und selbstverständlich dabei. :-)

      Einen schönen Tag wünscht
      Hardy Prothmann

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